Airbuild 1.5: Sonnet 5.5, Haiku 5.5 und Mistral Large 4
Drei Modelle rücken in den Picker, ein Endpunkt darf absichtlich offen sein, jedes Deployment-Ziel bekommt seine eigene Datenbank, und ein Projekt kann seine Regeln vor dem ersten Prompt mitbekommen.
In Version 1.4 ging es um Arbeit, die nicht abbricht. In 1.5 geht es um die Entscheidungen rundherum: wofür du gerade bezahlst, welche deiner Endpunkte offen sind, weil du das so wolltest, und was ein Projekt über eure Standards weiß, bevor der erste Prompt kommt.
Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 sind der neue Standard
Claude Sonnet 5.5 übernimmt als Standardmodell, Claude Haiku 5.5 als das schnelle daneben. Mistral Large 4 ersetzt Mistral Medium 3.5 im Picker. Haiku 5.5 kostet pro Token ein Zehntel von Haiku 4.5 und liest deutlich mehr auf einmal.
Der Denkaufwand bekommt außerdem eine eigene Steuerung. Bisher trug jede Zeile in der Modellliste vier Buchstaben — A, L, M, H —, was die Liste breiter machte und nichts erklärte. Jetzt ist es ein Chip neben dem Modell-Picker, der die Stufe des aktiven Modells als Symbol und Wort zeigt.
Deine Daten überleben die Adresse
Unpublish hat bisher zwei gegensätzliche Dinge gleichzeitig getan: Logs und eigene Domain waren sofort weg, die Datenbank blieb für immer. Beides ist nicht, was man erwartet.
Jetzt bleibt 30 Tage lang alles — Datenbank, Logs und eigene Domain. Nur die öffentliche Adresse fällt weg. Dieselbe Regel gilt, wenn ein Planwechsel zusätzliche Deployment-Ziele offline nimmt: Sie hören auf auszuliefern und zu kosten, ihre Daten bleiben dieselben 30 Tage.
Ein Endpunkt, der absichtlich offen ist
Vor einem Publish listet das Gate jeden Endpunkt auf, der ohne Login erreichbar ist. Bisher gab es zwei ehrliche Antworten: absichern oder trotzdem veröffentlichen.
Jetzt gibt es eine dritte. Hak die an, die der Öffentlichkeit gehören — ein Webhook, ein Health-Check, eine Preisliste —, und die KI markiert sie als beabsichtigt. Der nächste Publish hält daran nicht mehr an.
Jedes Deployment-Ziel bekommt seine eigene Datenbank
Ein zusätzliches Ziel — etwa ein Staging neben der Produktion — bekommt jetzt seine eigene Datenbank, so wie das Standardziel immer eine hatte, und behält sie, solange das Ziel existiert: angelegt mit dem Ziel, erhalten über jeden Publish, entfernt mit dem Ziel.
Projektregeln, vor dem ersten Prompt
Du kannst einem Projekt schon beim Anlegen eine Regeldatei mitgeben: Markdown oder Text bis 100 KB, die festhält, wie dieses Projekt gebaut werden soll — Coding-Standards, Benennung, Dinge, von denen man die Finger lässt. Die Regeln gelten ab dem ersten Turn für jeden KI-Chat im Projekt, nicht erst ab dem Moment, in dem dir einfällt, sie zu erwähnen.
Ein Startbildschirm, der eine Sache tut
Der Einstieg fragte, was du bauen willst, und listete gleichzeitig alles auf, was du schon gebaut hast — wofür auch immer du gekommen warst, das andere stand im Weg. Home ist jetzt fürs Anfangen da: das Eingabefeld und die fünf Projekte, die du zuletzt angefasst hast. Alles Weitere steht in der Projektliste.
Der AI-Act-Hinweis ist mitgewandert. Artikel 50 Absatz 5 verlangt ihn klar und lesbar spätestens zur ersten Interaktion; unserer war an den Fuß des Startbildschirms gerutscht, unter die Projektkacheln und damit auf einem normalen Bildschirm unter die Falz.
Veröffentlichte Seiten liegen jetzt auf airbuild.space
Eine Seite, die ohne eigene Domain veröffentlicht wurde, bekam bisher eine Adresse auf xaio.app. Neue Veröffentlichungen bekommen eine auf airbuild.space, und die gespeicherten Links bestehender Seiten sind mitgewandert. Die alten Adressen funktionieren weiter.
Außerdem
Die vollständigen Release Notes stehen auf der Seite zu Version 1.5.
- Fünf Testläufe in einer Nachricht klappen ab dem zweiten Lauf in eine Zeile zusammen.
- Ein abgelehntes Top-up blockiert nicht mehr das nächste — die offene Rechnung wird abgeschlossen, statt sich bis zu zwei Tage lang selbst im Weg zu stehen.
- Ein großes Projekt zu duplizieren scheitert nicht mehr am Zwei-Minuten-Timeout des Gateways und lässt die Kopie verwaist zurück.
- Ein bernsteinfarbener Hinweis nennt die Bereiche, die gerade aktualisiert werden. Er warnt, er blockiert nicht.
- Logs, Code-Viewer und generierte API-Dokumentation folgen deinem Theme, statt dunkel zu bleiben.
- Eine Vorschau kann den Workspace nicht belauschen: Nachrichten gehen an ihre exakte Herkunft und werden beim Eintreffen geprüft.
- Die Datenbankansicht zeigt, wie viele Tabellen ein Projekt hat — und wie viele davon ein aktiver Filter trifft.
- Der Spreadsheet-Vorschlag verlangt eine App, keine Tabelle: Formeln werden zur Logik statt zu gespeicherten Ergebnissen.
- Der Chat nennt verbundene Integrationen wieder beim Namen, und eine Code-Suche ohne Treffer ist ein normales Ergebnis, kein Fehler.