Airbuild 1.4: zwei Projekte gleichzeitig, und Modelle, die sich selbst einteilen
Ein laufender Turn sperrt nicht mehr deinen ganzen Account, die Claude-5-Modelle entscheiden selbst, wie lange sie nachdenken, und der Workspace spricht endlich überall deine Sprache.
In Version 1.3 ging es darum, dass die Arbeit nicht abbricht, wenn etwas ausgeht. In 1.4 geht es darum, dass sie nicht abbricht, weil schon etwas anderes läuft — und darum, dass das Modell zum Schritt passt, der gerade ansteht.
Zwei Projekte gleichzeitig
Ein laufender Turn hat bisher jedes andere Projekt im Account blockiert. Eine Nachricht im zweiten Chat kam mit „Another AI turn is already running for your account“ zurück, bis der erste fertig war — bei einem langen Turn eine halbe Stunde.
Die Sperre gehört zum Projekt, nicht zu dir. Zwei Projekte, zwei Turns, gleichzeitig.
Drei Modelle rücken nach
Claude Opus 5.5 übernimmt den Platz von Opus 5, GPT-6 Sol und GPT-6 Luna den des 5.6-Paars. Sol kostet weniger und antwortet schneller als das Modell, das es ablöst — die Bewertung im Picker sagt das auch.
GPT-5.6 lief außerdem mit abgeschaltetem Reasoning. Turns endeten mitten in der Arbeit: ein kurzer Abschluss, Schritte des Plans noch offen, keine Fehlerkarte, die das erklärt. Über die Schnittstelle, an der das Modell hing, kann es nicht gleichzeitig Werkzeuge nutzen und nachdenken. Jetzt läuft es über eine, an der es beides kann.
Die Claude-5-Modelle entscheiden selbst, wie lange sie nachdenken
Fable 5, Opus 5 und Sonnet 5 können ihr Nachdenken von Schritt zu Schritt variieren. Ihre Aufwandssteuerung bietet jetzt „Adaptive“ an und startet dort: Ein einfacher Schritt bleibt billig, ein schwerer bekommt den Raum, den er braucht — statt dass alles auf einer Stufe läuft, die du einmal gewählt und dann vergessen hast.
Anhänge kommen beim gewählten Modell an
Es gab drei Arten, wie ein Anhang unterwegs verloren ging. Bei Gemini fielen Bilder komplett weg — dem Modell wurde statt des Bildes der Text „[Image attached]“ übergeben, und es antwortete über Dinge, die es nie gesehen hatte.
Eine Bildschirmaufnahme ließ sich hochladen, speichern und in deiner App ausliefern, aber nicht ansehen: Das Lesen fiel auf den Text-Reader zurück, der „cannot read file“ antwortete und eine ganze Iteration lang nichts sagte. Jetzt schaut sich der Assistent das Video an. Und ein Video wird auch dann als Video erkannt, wenn der Browser nichts über die Datei meldet — mit dem richtigen Größenlimit und einem Vorschaubild statt eines kaputten Medien-Symbols.
Der Design Mode nimmt jetzt ebenfalls Anhänge: Büroklammer, Drag-and-drop, Einfügen aus der Zwischenablage — ein eingefügter Screenshot bekommt den Zeitstempel als Namen.
Der Workspace spricht überall deine Sprache
Ganze Bereiche waren fest auf Englisch verdrahtet, an ein paar Stellen fest auf Deutsch — ein Panel konnte also beides mischen, egal was eingestellt war. Der Chat und jede Werkzeugkarte, der Publish- und Deployment-Ablauf, der Log-Viewer: alles folgt jetzt der gewählten Sprache.
Organisationen, aufgeräumt
Eine Organisation zu eröffnen setzt jetzt einen eigenen Suite-Builder-Plan voraus — womit dein eigener Platz schon bezahlt ist und nur die Mitglieder kosten, die du dazunimmst.
Ein Budget ließ sich anlegen und löschen und dazwischen nichts: Ein Limit zu korrigieren hieß, es zu löschen und den gezählten Verbrauch mitzuverlieren. Name, Monatslimit, Warnschwelle und ob es blockt oder nur warnt lassen sich jetzt ändern. Und das Papierkorb-Symbol in der Mitgliederliste tut, was draufsteht, statt auch beim einzigen Eigentümer angeboten zu werden, der sich gar nicht entfernen lässt.
Der Name ist bei den Adressen angekommen
Website und Workspace antworten auf airbuild.ai, die bisherigen Adressen leiten dorthin weiter. Eine offene Sitzung lief über den Wechsel hinweg weiter. Die Gesellschaft hinter Airbuild ist als Airbuild FlexCo eingetragen — Impressum, AGB, Auftragsverarbeitungsvertrag und Datenschutzseite tragen den neuen Namen; Adresse und alles Weitere zur Gesellschaft bleiben gleich.
Außerdem
Die vollständigen Release Notes stehen auf der Seite zu Version 1.4.
- Eine neue Startseite, gebaut um Business-Software, auf der ein Team arbeitet — nicht um einen Prototyp zum Wegwerfen.
- Ein Prompt, den du vor der Anmeldung auf der Website tippst, öffnet jetzt den Build, statt dich vor einem leeren Eingabefeld landen zu lassen.
- Ein geteilter Link zeigt die Wortmarke auf hellgrauem Grund — nicht mehr den Hero der Startseite.
- Kontakt- und Anmeldeseite kommen vollständig an, statt als leeres Dokument, das erst JavaScript füllt.
- Ein reines Frontend-Publish wartet nicht mehr auf eine Endpunkt-Prüfung, die ohne Backend nichts zu prüfen hat.
- Der Publish-Balken bewegt sich: Der Fortschritt wird aus dem neuen Build-Pfad gemeldet, statt bei 10 % stehen zu bleiben.
- Vor einem Publish kommt eine Frage nach der anderen — zwei Dialoge können nicht mehr gleichzeitig offen stehen.
- Links auf eine veröffentlichte Seite behalten alles nach dem Fragezeichen, wenn sie auf die kanonische Adresse geschickt werden.
- Veröffentlichte Apps können ihre Migrationen wieder ausführen: Die Anweisung, die ihr Schema anlegt, liest sich nicht mehr wie ein Injection-Risiko.